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So lautet das Leitwort der Fastenaktion 2026 von Misereor.:Hier fängt Zukunft an

Pfarrbriefbeilage_FA2026_Titel_Schnittmarken
Datum:
16. Feb. 2026
Von:
Stephan Schmuck

Für alle Pfarrbezirke

Zukunft ist mehr als das, was nach der Gegenwart kommt. Sie ist ein Raum der Möglichkeiten, den wir gemeinsam gestalten. Doch nicht alle Menschen haben denselben Einfluss darauf. Eine gerechte Zukunft bedeutet daher, global, solidarisch und nachhaltig zu handeln.

Obwohl genug Ressourcen für alle vorhanden sind, lebt der Globale Norden oft auf Kosten anderer. Eine gerechte Welt braucht faire Wirtschafts- und Handelsstrukturen, den Schutz von Menschenrechten, Frieden, Demokratie und sozial-ökologische Nachhaltigkeit. Das erfordert politische Veränderungen ebenso wie ein Umdenken im persönlichen Lebensstil – etwa bei Konsum, Mobilität und unserem Verständnis von Wohlstand.

Globale Gerechtigkeit heißt auch, historische Ungleichheiten anzuerkennen, insbesondere koloniale Kontinuitäten, und Verantwortung zu übernehmen. Zugleich geht es darum, gerechte Zugänge zu Bildung und Chancen zu schaffen. Berufliche Bildung stärkt Selbstbestimmung und eröffnet Perspektiven – in Deutschland wie weltweit.

In einer Zeit multipler Krisen wächst die Sehnsucht nach Orientierung, Gemeinschaft und Solidarität. Eine lebenswerte Zukunft entsteht durch weniger Egoismus und mehr Miteinander. Die christliche Botschaft erinnert dabei an die Würde jedes Menschen und an die Hoffnung auf Gerechtigkeit und Frieden.

Die Fastenaktion 2026 lädt ein, Gewohnheiten zu hinterfragen, neue Wege zu gehen und Verantwortung zu übernehmen. Zukunft beginnt jetzt – in unserem Denken und Handeln. Hier fängt Zukunft an.